Bio-Fleisch

Viele Menschen, die sich um das Wohlergehen von Tieren sorgen, achten beim Einkauf von Fleisch und anderen Tierprodukten auf eine so genannte „artgerechte“ Tierhaltung und wählen deshalb Produkte aus biologischer Landwirtschaft.

Obwohl sicher nicht zu bestreiten ist, dass die biologische Tierhaltung im Vergleich zur weit verbreiteten industriellen Tierhaltung den Tieren eindeutig mehr Lebensqualität einräumt, so bedeutet „Haltung“ für die Tiere doch immer die starke Einschränkung grundlegender Bedürfnisse, Freiheitsentzug und letztendlich einen gewaltsamen Tod nach nur wenigen Lebensjahren.

Auch wenn Bio-Betriebe den Tieren mehr Platz zur Verfügung stellen und ihnen besseres Futter und eine weniger belastende medizinische Behandlung gewähren, sind viele Methoden zugelassen, die für die Tiere eindeutig Leid bedeuten. Beispiele hierfür sind die Anbindehaltung bei Kühen oder die betäubungslose Kastration von (natürlich schmerzempflindlichen) Ferkeln.

Zudem landen die meisten „Bio-Tiere“ letztendlich genauso im Massenbetrieb eines Schlachthofes wie alle anderen „Nutztiere“ auch. Dort werden am laufenden Band Leben ausgelöscht;  auf eine industrielle, mechanisierte und höchst effiziente Weise.

Jedes Tier ist ein Individuum, empfindet Freude und Leid, zeichnet sich durch persönliche Eigenschaften aus, lebt im Sozialverband mit anderen, fühlt und erlebt und ist damit eine kleine, subjektive Welt für sich.

Gerade Menschen, die sich um Tiere sorgen, sollten sich überlegen, ob eine banale Geschmackvorliebe es tatsächlich rechtfertigen kann, diese wunderbare, einzigartige kleine Welt für immer auszulöschen.