TIF Aktionen 2016

10. Dezember 2016: Seitan-Rouladen statt Gänsebraten

Weihnachten auch zu einem Fest der Tierliebe machen – das war unsere Botschaft am Samstag auf dem Augustinerplatz, die wir mit dem VEBU-Flyer „Rette die Gans“ nach außen trugen. Allein in Deutschland werden zwischen Sankt Martin und Weihnachten zehn Millionen Gänse gegessen, ein Großteil von ihnen stammt aus Stopfleberbetrieben in Polen und Ungarn. Mit dem Infoflyer gaben wir zwei Rezepte für tierleidfreien Genuss an die Hand: Rotweinrouladen mit Brezelknödeln und Vanillekipferl. Danke an Maike, die letztere original nachgebacken und zum Verkosten mitgebracht hat. Super lecker! In diesem Sinne wünscht die Tierrechts-Initiative (unabhängig von Weihnachten) allen Lebewesen eine friedvolle Zukunft.

25. November 2016: Lichteraktion „Schenk Leben”

lichter_25-11-2016Zwei Wörter genügten, um unsere friedvolle (Weihnachts)Botschaft an diesem Freitagabend vor dem ersten Advent auf die Straße zu tragen: „Schenk Leben“. Wobei sich die Bedeutung spätestens mit den Publikationen über Pelz, Leder und Veganismus erschloss. Eine starke Aktion, die zahlreiche Menschen anzog und hoffentlich viele zum Nachdenken angeregt hat.

29. Oktober 2016: Über das blutige Geschäft der Textilindustrie

leder_29-10-2016Nicht nur hinter Pelz steht unsägliche Tierquälerei – für Leder, Daunen, Seide oder Wolle leiden Tiere gleichermaßen. Beispielsweise zeigen Filmaufnahmen aus China, wie Angora-Kaninchen mehrmals während ihres Lebens in engen Drahtkäfigen das Fell herausgerissen wird. Das gleiche Schicksal widerfährt Enten und Gänsen beim Lebendrupf ihrer Federn für Daunenprodukte. Nicht selten werden sie vorher in der grausamen Stopfleber-Produktion (Foie Gras) eingesetzt. Für Seidenfasern werden Schmetterlingsraupen mit kochendem Wasser verbrüht. Kühe und Kälber sind – selbst in Deutschland – oft noch bei Bewusstsein, wenn ihnen bei der Schlachtung die Haut abgezogen wird. Fakten, die den KonsumentInnen beim Kauf von Kleidung, Schuhen und Accessoires oft nicht bewusst sind, wie den vielen nachdenklichen Reaktionen auf unsere Aktion am Samstag beim Bertoldsbrunnen zu entnehmen war.  Danke an alle, die einen Beitrag zur Aufklärung geleistet haben, auch den AktivistInnen vom PETA ZWEI Streetteam, die uns im Anschluss an ihre eigene Kundgebung gegen Leder vor der Modekette Gabor unterstützten.

1. Oktober: Mahnwache gegen Tierversuche zum Welttierschutztag

tierversuche_01-10-2016Am 1. Oktober 2016 veranstaltete die Tierrechts-Initiative Freiburg e.V. gemeinsam mit dem bundesweiten Verein Ärzte gegen Tierversuche am Bertoldsbrunnen eine mehrstündige Mahnwache gegen den Bau eines weiteren Tierversuchslabors an der Freiburger Uniklinik. Trotz des regnerischen Wetters hielten viele Passanten inne und wollten mit ihrer Unterschrift ein Zeichen setzen gegen die fehlgeleitete Wissenschaft, die ungebremst auf Tierversuche setzt. Viele Menschen hatten aufgrund der Aktionen der Vereine bereits von den Plänen der Uniklinik gehört, für 57 Millionen aus Steuergeldern ein neues Tierversuchslabor zu bauen, und kamen gezielt an den Stand, um weitere Informationen zu erhalten. Die AktivistInnen machten auch auf besonders leidvolle Tierversuche aufmerksam, die nach dem Willen der Europäischen Kommission verboten sein sollen, in Deutschland aber uneingeschränkt stattfinden, so auch in Freiburg. Hierzu zählt beispielsweise der forcierte Schwimmtest, bei dem eine Ratte oder Maus in einem Wassergefäß, aus dem sie nicht entkommen kann, bis zur Erschöpfung schwimmen muss. Wenn das Tier aufgibt, gilt das als depressives Verhalten. Solche Versuche gibt es am Physiologischen Institut I der Uni Freiburg.

Kampagne mit Petition „Schwimmen bis zur Verzweiflung – Schluss mit Depressionsforschung an Tieren“ http://www.schwimmen-bis-zur-verzweiflung.de/

Pressemitteilung „Tierversuche sind fehlgeleitete Wissenschaft – Mahnwache in Freiburg“

Download (PDF, 43KB)

13. September: 10.923 Unterschriften gegen Tierversuchslabor übergeben

petition_13-09-2016Innerhalb weniger Wochen wurden auf der Internet-Plattform „openPetition.de“ 10.923 Unterschriften, davon 3.000 aus dem Raum Freiburg, gegen den Neubau eines weiteren Tierversuchslabors der Uniklinik Freiburg gesammelt. Am Dienstag folgte nun die Übergabe durch die Initiatorin der Petition, Ellen Gemeinhardt, und Silke Strittmatter, Pressesprecherin der Organisation „Ärzte gegen Tierversuche“ und der Tierrechts-Initiative. Symbolisch überreichten sie Lutz Hein, Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie, einen Käfig mit Plastik-Mäusen und appellierten an die Verantwortlichen, in eine moderne und ethische tierversuchsfreie Forschung zu investieren. Sie wird bundesweit derzeit jährlich mit lediglich vier Milionen Euro unterstützt, während sich allein die Baukosten für das geplante Institut „Imitate” an der Breisacher Straße auf 57 Millionen Euro belaufen. Geplant war die Unterschriften-Übergabe an Prof. Kerstin Krieglstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät, die sich kurzfristig wegen Krankheit entschuldigen ließ. Freiburgs Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon, an den der Petitionsaufruf gerichtet war, sowie das Regierungspräsidium Freiburg, zuständig für die Genehmigung von Tierversuchen, hatten die Entgegennahme der Unterschriften abgelehnt.

Hier ein ausführliches Interview von Silke Strittmatter in der „Zeitung am Samstag“ vom 10. September.zas_interview_09-09_klein

10. September 2016: Gemeinsam gegen Pelz aktiv

pelz_10-09-2016„Heute trägt doch niemand Pelz!“ War dieser naive Kommentar einer Passantin bei Temperaturen um die 30 Grad und strahlendem Sonnenschein schlicht dem Wetter geschuldet, wird sich das Bild spätestens in den Herbst- und Wintermonaten wieder stark verändern. Seit Billig-Importe hauptsächlich aus dem asiatischen Raum den Markt überschwemmen, greifen immer mehr Menschen zum „Modeartikel“ Pelz, oft in der Annahme, dass es sich dabei um Kunstpelz handelt. Wie es tatsächlich hinter den Kulissen der Pelzindustrie aussieht und wie Millionen Tiere eigens dafür gezüchtet, qualvoll gehalten und getötet werden, war Anliegen einer Aktion am 10. September vor dem Kaufhaus Breuninger in der Kaiser-Joseph-Straße. Unter Federführung von ANIMALS UNITED – Aktionsgruppe Ortenau beteiligten sich insgesamt über 30 Aktivistinnen und Aktivisten aus verschiedenen Organisationen, viele aus den Reihen der TIF. Auch mehrere vierbeinige Freunde unterstützten die kreative und eindrucksvolle Performance. Ein herzliches DANKE an die OrganisatorInnen!

3. September 2016: Starker Auftritt gegen Tierversuche

tierversuche_09-2016Für einiges Aufsehen sorgte ein stummer Protest gegen Tierversuche am Samstag mittag in der Freiburger Innenstadt. Zeitweilig über 20 AktivistInnen aus unterschiedlichen Organisationen reckten Schilder in die Höhe, auf denen Botschaften wie „Nein zu sinnloser Gewalt an Unschuldigen“ oder „Tatort Labor – Tierversuche stoppen“ zu lesen waren. Schauplätze der spontanen Aktion waren der Hauptbahnhof, der Augustinerplatz und die Fußgängerzone. Hintergrund ist der geplante Neubau des Forschungslabors „Imitate“ der Uniklinik Freiburg, an dem jährlich an über 10.000 genmanipulierten Mäusen experimentiert werden soll – von Seiten des Instituts verharmlosend als „hochmodernes Mauskrankenhaus“ dargestellt.

20. August: Das Engagement für Tierrechte zeigt Früchte

Vegan_20.08.2016Viele gute Gespräche, fruchtbare Diskussionen, nachdenkliche Reaktionen auf unser Anschauungs- und Informationsmaterial und gefühlt mehr VeganerInnen auf Freiburgs Straßen als je zuvor – der 20. August war einer dieser Tage, der uns darin bestärkte, dass die Aufklärungsarbeit über die Zustände und Lebensbedingungen in der „Nutztier“-Haltung nicht ohne Wirkung bleibt und in vielen Köpfen ein Umdenken stattfindet. Den harten Fakten über die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion stellten wir Ernährungsalternativen wie „Tierleidfrei grillen“ gegenüber und verteilten an potentielle Vegan-EinsteigerInnen Freiexemplare des Magazins „Vegan für mich“, die uns vom Freiburger Verlag Family Media zur Verfügung gestellt wurden. Danke an das tolle Team, das sich weder von gelegentlichen Provokationen noch Regenschauern aus der Ruhe bringen ließ!

9. Juli 2016: Ich bin vegan – und das ist auch gut so!

CSD_09.07.2016… mit diesem Postkartenmotiv waren wir zum dritten Mal in Folge beim CSD auf dem Stühlinger Kirchplatz präsent, um nicht nur gegen die Diskriminierung und Ausbeutung von Menschen, sondern aller Lebewesen Flagge zu zeigen. Ganz im Sinne der politisch motivierten VeranstalterInnen, die im Vorfeld deutlich machten: „Der Christopher Street Day (CSD) ist für uns Ausdruck von Emanzipation. (…)  Wir sehen unseren Kampf gegen die Unterdrückung von LSBTTIAQ-Menschen (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender, Transsexuell, Intersexuell, Asexuell, Queer) im Kontext mit anderen sozialen Bewegungen. Auch aus diesem Grund wird es einen Infostand der Tierrechts-Initiative geben und die Versorgung der CSD-Teilnehmer*innen vor Ort wird ausschließlich vegan gestaltet.“
Das breite Partypublikum zeigte zwar insgesamt wenig Interesse an politischen Informationen, doch konnten wir – allen voran Ellen als Initiatorin der Online-Petition – immerhin rund 300 Unterschriften gegen das geplante Tierversuchslabor IMITATE am Freiburger Uniklinikum sammeln.