10. Dezember 2016: Seitan-Rouladen statt Gänsebraten

Weihnachten auch zu einem Fest der Tierliebe machen – das war unsere Botschaft am Samstag auf dem Augustinerplatz, die wir mit dem VEBU-Flyer „Rette die Gans“ nach außen trugen. Allein in Deutschland werden zwischen Sankt Martin und Weihnachten zehn Millionen Gänse gegessen, ein Großteil von ihnen stammt aus Stopfleberbetrieben in Polen und Ungarn. Mit dem Infoflyer gaben wir zwei Rezepte für tierleidfreien Genuss an die Hand: Rotweinrouladen mit Brezelknödeln und Vanillekipferl. Danke an Maike, die letztere original nachgebacken und zum Verkosten mitgebracht hat. Super lecker! In diesem Sinne wünscht die Tierrechts-Initiative (unabhängig von Weihnachten) allen Lebewesen eine friedvolle Zukunft.

29. Oktober 2016: Über das blutige Geschäft der Textilindustrie

leder_29-10-2016Nicht nur hinter Pelz steht unsägliche Tierquälerei – für Leder, Daunen, Seide oder Wolle leiden Tiere gleichermaßen. Beispielsweise zeigen Filmaufnahmen aus China, wie Angora-Kaninchen mehrmals während ihres Lebens in engen Drahtkäfigen das Fell herausgerissen wird. Das gleiche Schicksal widerfährt Enten und Gänsen beim Lebendrupf ihrer Federn für Daunenprodukte. Nicht selten werden sie vorher in der grausamen Stopfleber-Produktion (Foie Gras) eingesetzt. Für Seidenfasern werden Schmetterlingsraupen mit kochendem Wasser verbrüht. Kühe und Kälber sind – selbst in Deutschland – oft noch bei Bewusstsein, wenn ihnen bei der Schlachtung die Haut abgezogen wird. Fakten, die den KonsumentInnen beim Kauf von Kleidung, Schuhen und Accessoires oft nicht bewusst sind, wie den vielen nachdenklichen Reaktionen auf unsere Aktion am Samstag beim Bertoldsbrunnen zu entnehmen war.  Danke an alle, die einen Beitrag zur Aufklärung geleistet haben, auch den AktivistInnen vom PETA ZWEI Streetteam, die uns im Anschluss an ihre eigene Kundgebung gegen Leder vor der Modekette Gabor unterstützten.

10. September 2016: Gemeinsam gegen Pelz aktiv

pelz_10-09-2016„Heute trägt doch niemand Pelz!“ War dieser naive Kommentar einer Passantin bei Temperaturen um die 30 Grad und strahlendem Sonnenschein schlicht dem Wetter geschuldet, wird sich das Bild spätestens in den Herbst- und Wintermonaten wieder stark verändern. Seit Billig-Importe hauptsächlich aus dem asiatischen Raum den Markt überschwemmen, greifen immer mehr Menschen zum „Modeartikel“ Pelz, oft in der Annahme, dass es sich dabei um Kunstpelz handelt. Wie es tatsächlich hinter den Kulissen der Pelzindustrie aussieht und wie Millionen Tiere eigens dafür gezüchtet, qualvoll gehalten und getötet werden, war Anliegen einer Aktion am 10. September vor dem Kaufhaus Breuninger in der Kaiser-Joseph-Straße. Unter Federführung von ANIMALS UNITED – Aktionsgruppe Ortenau beteiligten sich insgesamt über 30 Aktivistinnen und Aktivisten aus verschiedenen Organisationen, viele aus den Reihen der TIF. Auch mehrere vierbeinige Freunde unterstützten die kreative und eindrucksvolle Performance. Ein herzliches DANKE an die OrganisatorInnen!

9. Juli 2016: Ich bin vegan – und das ist auch gut so!

CSD_09.07.2016… mit diesem Postkartenmotiv waren wir zum dritten Mal in Folge beim CSD auf dem Stühlinger Kirchplatz präsent, um nicht nur gegen die Diskriminierung und Ausbeutung von Menschen, sondern aller Lebewesen Flagge zu zeigen. Ganz im Sinne der politisch motivierten VeranstalterInnen, die im Vorfeld deutlich machten: „Der Christopher Street Day (CSD) ist für uns Ausdruck von Emanzipation. (…)  Wir sehen unseren Kampf gegen die Unterdrückung von LSBTTIAQ-Menschen (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transgender, Transsexuell, Intersexuell, Asexuell, Queer) im Kontext mit anderen sozialen Bewegungen. Auch aus diesem Grund wird es einen Infostand der Tierrechts-Initiative geben und die Versorgung der CSD-Teilnehmer*innen vor Ort wird ausschließlich vegan gestaltet.“
Das breite Partypublikum zeigte zwar insgesamt wenig Interesse an politischen Informationen, doch konnten wir – allen voran Ellen als Initiatorin der Online-Petition – immerhin rund 300 Unterschriften gegen das geplante Tierversuchslabor IMITATE am Freiburger Uniklinikum sammeln.

19. März: Massentötung von Küken für Eierproduktion

Eier_18-03.2016Rund 50 Millionen männliche Küken werden in Deutschland pro Jahr direkt nach dem Schlüpfen bei lebendigem Leib zerschreddert, zerquetscht oder vergast. Sie sind in der Legehennenproduktion nicht lukrativ, denn sie legen keine Eier und setzen auch nicht genug Fleisch für die Fleischproduktion an. Erst am 17. März hatte die Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD gegen ein gesetzliches Verbot dieser Praxis gestimmt. Ein Grund mehr für die TIF, zwei Tage später mit einer Aktion am Bertoldsbrunnen auf die Folgen der Eierproduktion sowie auf die unnatürlichen Lebens- und Haltungsbedingungen der Hühner hinzuweisen. Dabei gibt es längst zahlreiche Alternativen, um die Eigenschaften und den Geschmack von Eiern nachzuahmen.

20. Februar: Mitdenken. Mitfühlen. Vegan leben.

Vegan_20.02.2016Hunger und Armut in Entwicklungsländern sind nicht Folge eines Nahrungsmangels, sondern bestehen auf Grund der ungerechten Verteilung von Nahrung: Während täglich tausende Kinder an Unterernährung sterben, werden gut 40 % der Weltgetreideernte und über 80 % des angebauten Sojas an „Nutz“tiere verfüttert. Das ist einer der Aspekte, mit dem die TIF am Samstag zwischen 13 und 17 Uhr an der Ecke Bertoldstraße/Niemensstraße für die rein pflanzliche Ernährung warb. Die „Tischdekoration“ tat ein Übriges, um den direkten Zusammenhang zwischen Ernährungsstil und Welthungerproblematik zu verdeutlichen.

23. Januar: Echt untragbar!

Pelz_23.01.2016Ob Pelz, Leder, Wolle, Daunen oder Seide – immer steckt unermessliches Leid gegenüber Tieren dahinter, gepaart mit der Ausbeutung von Mensch und Umwelt, da die meisten Produkte mittlerweile aus Schwellen- und Billiglohnländern stammen, wo selten gesetzliche Regeln greifen. Während unserer vierstündigen Aktion am Bertoldsbrunnen, bei der wir rund 1.000 Flyer verteilten, ernteten wir überwiegend positive Reaktionen. Eine ältere Passantin entledigte sich noch vor Ort ihres Pelzkragens …

5. Dezember: Light the sky – „Tierleid beenden”

Animals_05.12_2015Millionen lebender Tiere werden jährlich aus der EU nach Nordafrika, Asien oder in den Mittleren Osten exportiert – zur Schlachtung, zur Mast oder zur Zucht. Meist unter katastrophalen Transportbedingungen, die bis zu sieben Tage dauern. Seit 1995 setzt sich die Organisation Animals’ Angels für Verbesserungen ein; seit 2005 werden unter dem Motto „Light the sky“ im In- und Ausland symbolhaft Kerzen für das Tierelend im Dunkeln angezündet. So auch an diesem Samstag am Bertoldsbrunnen in Freiburg, wo Aktive von Animals’ Angels und der TIF den Schriftzug „Tierleid beenden“ formten und Infomaterial über Tiere als „Exportware“ und gegen den Fleischkonsum verteilten. www.animals-angels.de

6. November: Lichteraktion gegen blutige Modetrends

Pelzaktion_06.11_2015„Ja, der ist echt“ – brüstet sich ein 16-Jähriger mit Blick auf seinen Jackenkragen und wirft den Infoflyer unbesehen in die Mülltonne. Ein junges Mädel kichert ihrer Freundin demonstrativ zu: „Ich trage gerne Pelz“. Traurige Momentaufnahmen an diesem Freitagabend am Freiburger Bertoldsbrunnen, wo weithin sichtbar der Schriftzug „Mode ohne Leid“ aus roten Grablichterkerzen flackert. Die meisten Menschen hingegen macht unsere Aktion nachdenklich und betroffen, wenn sie erfahren, dass für modische Trends Tiere ohne jeglichen Bewegungsspielraum in Käfige eingepfercht werden, sie anschließend erschlagen, erstickt, vergast oder bei lebendigem Leib gehäutet werden. Nicht weniger grausam als in der Pelzidustrie geht es bei der Produktion von Leder, Wolle, Seide oder Daunen zu. Auch dazu verteilten wir Hintergrundmaterial. Danke an die vielen Aktiven, die mitgeholfen haben!