Tiere können interessant sein. Allerdings ist dies keine Rechtfertigung dafür, sie für Unterhaltungszwecke in Gefangenschaft zu halten, in lächerlicher Weise als Clowns wider Willen vorzuführen oder mit der Peitsche zu schlagen. Tiere sollten genau wie Menschen in ihrer Würde respektiert werden, d.h., sie immer auch als Zwecke und nie nur als Mittel zu sehen. Ein Tiger, Pferd oder Seelöwe leidet unter den Strapazen, die mit häufigen Transporten, schlechter Unterbringung und der Zirkusvorstellung selbst einhergehen. Die Tiere sind durch den erzwungenen Kontakt mit Menschen und der unnatürlichen Haltung ständigem Stress ausgesetzt. Verhaltensstörungen sind dadurch vorprogrammiert und meistens gerade das Ziel einer Dressur. Kein Tier lebt freiwillig in Gefangenschaft, es sei denn, sie sind bereits ihrer natürlichen Unabhängigkeit beraubt und dadurch entwürdigt. Auch die Bundestierärztekammer spricht sich klar gegen Zirkusse mit Wildtieren aus (http://www.bundestieraerztekammer.de/btk/pressestelle/pressemitteilungen/pm_05_2010.htm). Zirkus bedeutet jedoch auch für sogenannte „domestizierte“ Tiere Gefangenschaft und Leid. Wir fordern dazu auf, Zirkusse mit Tieren nicht zu unterstützen. In vielen deutschen Städten sind zumindest Zirkusse mit Wildtieren bereits unerwünscht (http://www.peta.de/web/verbotwildtiereimz.2105.html).